Naturschutz und Naherholung vereint

Der Weiher wurde erst vor ungefähr 35 Jahren zu Angelzwecken künstlich angelegt. Er ist in ein ca. 30 Hektar großes Naturschutzgebiet eingebettet und liegt nördlich des Ortszentrums von Göllsdorf, einem Rottweiler Teilort. Hier fließen mehrere Gewässer, nämlich Neckar, Eschach, Prim und mehrere kleinere Bäche zusammen.

Überwiegender Schutzzweck dieses Naturschutzgebietes ist die Erhaltung und Entwicklung der Wasserflächen und Uferzonen mit Röhrichten als Lebensraum seltener und gefährdeter Vogelarten, sowie die Erhaltung und Entwicklung von Großseggenrieden, Binsenrieden, feuchten und blumenbunten Wirtschaftswiesen und Wacholderheiden, so heißt es in der Zusammenfassung zum Landschaftsschutzgebiet.


Linsenbergweiher - der Beweis, dass ein künstlich angelegter Weiher natürliche Schönheit besitzen kann

Die vielfältige Vegetation bildet Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und vielfältige Insekten- und Amphibienbestände. Seltene, gefährdete Arten wie Braunkehlchen, Nachtigall, Laubfrosch oder die Blaugrüne Mosaikjungfer sind hier vertreten.
Ein weiteres Biotop stellt die mit Schafen beweidete Wacholderheide – charakteristisch für diese Region – dar, auf der sich Arten wie Deutscher Enzian, Gefranster Enzian und Silberdistel ausgebildet haben.


Leicht zu erreichender Naherholungsort

Den Linsenbergweiher ist von mehreren Seiten zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar: Aus Richtung der Mehrzweckhalle Göllsdorf (Jungbrunnenstraße 18, 78628 Rottweil-Göllsdorf) gehen Wanderer auf durchgängig asphaltierten Wegen entlang Wiesen und Weiden teilweise den Berg hinauf und überqueren den Jungbrunnenbach und Weiherbach.
Aus der anderen Richtung, von der Bundesstraße B27 her kommend, befindet sich ein Wanderparkplatz (Kreuzung Böhringer Steige – "Katzenwäldle"), von dem aus man den Weiher binnen 6 Gehminuten erreicht.


Ein schöner, ruhiger Ort – für eine Rast oder einen Spaziergang

Auf der Terrasse der beliebten und an den Saison-Wochenenden belebten Fischerhütte kann man neben Radler oder Kuchen auch den Seeblick genießen. Da die Grünanlagen und Zufahrtswege nicht befahren werden dürfen, ist der See für Wanderer und Radfahrer ein angenehmer Ort für eine ruhige Pause. Das Ostufer des Weihers ist als Ruhezone ausgewiesen und darf nur zum Angeln betreten werden.
Der See kann zu Fuß auf einem unbefestigten Weg umrundet werden.

Wer gerne noch weiter gehen möchte, der kann das Dissenhorn von der der Mehrzweckhalle zugewandten Seite aus besteigen. Entlang des nur im Winter betriebenen Skiliftes steigt man zur Skihütte hoch und von dort aus noch etwas weiter hinauf zur Aussichtsplattform des Dissenhorns. Oben angekommen wird man mit einer atemberaubenden Aussicht über Göllsdorf, Rottweil, den thyssenkrupp Testturm und das Jungbrunnental belohnt.

 

Textquelle: Liste der Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg auf wikipedia.org; Schautafel im Naturschutzgebiet
Foto: © Monika Paj 2020